Jahreshauptversammlung der Landwirte im Nebenberuf

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Verbandes der Landwirte im Nebenberuf (VLN) Saar war geprägt von der sogenannten Agrarwende der Bundesregierung. Es wurde das Positionspapier des Deutschen Bundesverbandes der Landwirte im Nebenberuf (DBN) zur Neuorientierung der Agrarpolitik vorgestellt. In im wird eine integrierte Agrar-, Umwelt-, Sozial-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im ländlichen Raum beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt war die Verabschiedung zweier Resolutionen. Zum einen wird in der Resolution zum Grundstücksverkehrsgesetz die Regierung des Saarlandes aufgefordert, durch Rechtsverordnung die genehmigungspflichtige Grundstücksgröße mindestens auf 1 ha anzuheben. Zum anderen wird in der Resolution zum Bauen im Außenbereich die Landesregierung, insbesondere der Minister für Umwelt, daran erinnert, dass seit Anfang letzten Jahres eine Verwaltungsvorschrift in Bearbeitung ist, um eine rechtliche Gleichstellung neben- und hauptberuflicher Landwirte herzustellen. Deren Fertigstellung soll forciert werden.

Den Gastvortrag hielt Dr. Werner Franz, Vorsitzender des Vereins "Freilandhaltung von Schweinen e.V.", aus Dummerstorf. Der Referent war eingeladen worden, weil im Saarland von Seiten der Nebenerwerbslandwirtschaft großes Interesse an einer artgerechten und naturnahen Haltung von Schweinen sowie der Erzeugung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel besteht. Am Ende des informativen Vortrags über Ziele, Anforderungen, Produktionstechnik und Managementvoraussetzungen für die Haltung von Freiland-Schweinen wurde angeregt, dass der Verband der Landwirte im Nebenberuf einen Arbeitskreis „Freilandhaltung" und ein Pilotprojekt ins Leben ruft.




Dr. Artur Dressler, Leo Meyer, Hilar Flierl, Roman Engel (landesvorsitzender), Dr. Eberhard Wörner (v.l.n.r.)